Luftentfeuchter im Keller: Welches Gerät hilft & was es kostet

Welcher Luftentfeuchter hilft im Keller wirklich – und wie betreibst du ihn richtig? Hier findest du meine Keller-Empfehlung aus meinem eigenen Luftentfeuchter-Test mit Messungen bei 25 °C und bei kühlen 15 °C, dazu die Ursachen für feuchte Keller, Tipps zum Lüften im Sommer, den richtigen Zielwert und was der Dauerbetrieb kostet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Keller-Testsieger: Comfee 30L – 740 ml Wasser pro Stunde, bei 15 °C noch 695 ml, mit Schlauchanschluss für den Dauerbetrieb.
  • Kleine Keller bis ca. 10 m²: Okyuk 12L – kompakt und bei 15 °C kaum schwächer.
  • Zielwert: Hygrostat auf etwa 50–60 % – liegt die Luftfeuchte dauerhaft über 60 %, steigt laut Umweltbundesamt das Schimmelrisiko.
  • Sommer-Falle: An schwülwarmen Tagen nicht lüften – die warme Luft kondensiert an den kalten Kellerwänden.

Alle Messwerte stammen aus meinem eigenen Luftentfeuchter-Test, die Geräte habe ich selbst gekauft. Die mit * markierten Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.

Luftentfeuchter für den Keller im Vergleich

Stand: Oktober 2026

Keller-Testsieger Comfee 30L – mit Abstand die höchste Entfeuchtung, auch bei 15 °C. Die Lautstärke spielt im Keller kaum eine Rolle.

Vergleichstabelle Luftentfeuchter für den Keller mit eigenen Messwerten
ModellLeistung lt. HerstellerGemessen bei 15 °C / 70 %Gemessen bei 25 °C / 60 %LautstärkeWassertankAbweichung HygrostatLink
Comfee 30LKeller-TestsiegerIdeal für: Keller, große & kühle Räume ab 40 m²30 l/24 hH695 ml/hG740 ml/hG50–55 dBGk. A.wenige %GZu Amazon*
Okyuk 12LFür kleine KellerIdeal für: Kleine Keller bis ca. 10 m², Wohnräume12 l/24 hHnahezu gleichG210 ml/hG36–41 dBG2,5 lH± 4 %GZu Amazon*
Pro Breeze 20LGrößter TankIdeal für: Waschküche, mittlere Keller20 l/24 hHk. A.k. A.50–55 dBG5,5 lHk. A.Zu Amazon*
Comfee 10LMit Frostschutz-ModusIdeal für: Kleine, unbeheizte Kellerräume10 l/24 hHk. A.k. A.deutlich hörbar2 lHk. A.Zu Amazon*
Newentor 20LFür große RäumeIdeal für: Räume bis 50 m², Keller20 l/24 hHk. A.k. A.39 dBHk. A.k. A.Zu Amazon*
Klamer 20LViel LuftumwälzungIdeal für: Waschküche, Wäsche trocknen20 l/24 hHk. A.k. A.tagsüber leise, nachts zu lautk. A.± 5 %GZu Amazon*

G = selbst gemessen (Referenz: geeichtes Temtop-Hygrometer) · H = Herstellerangabe · „k. A.“ = Messwert noch nicht dokumentiert. Entfeuchtung = gesammelte Wassermenge in 1 Stunde; die Messung bei 15 °C / 70 % entspricht typischen Kellerbedingungen. * Affiliate-Link: Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.

Meine Empfehlungen für den Keller

Keller-Testsieger

Comfee 30L

Ideal für: Keller, Waschküche, große Räume ab 40 m²

  • 740 ml/h bei 25 °C / 60 %
  • 695 ml/h bei 15 °C / 70 % – nur rund 6 % weniger
  • Schlauchanschluss für den Dauerbetrieb

Haken: Rund 18 kg und 50–55 dB – im Keller unkritisch.

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Für kleine Keller

Okyuk 12L

Ideal für: Kleine Keller bis ca. 10 m², gelegentliche Feuchte

  • 210 ml/h bei 25 °C, bei 15 °C nahezu gleich
  • kompakt: 7,6 kg, 2,5-l-Tank
  • leise: 36–41 dB

Haken: Für große Keller und Dauerbetrieb zu schwach.

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Größter Tank

Pro Breeze 20L

Ideal für: Waschküche, mittlere Keller

  • 5,5-l-Tank – seltener leeren
  • ca. 12 kg, Rollen
  • Schlauchanschluss, Abschaltautomatik

Haken: 50–55 dB; Entfeuchtungswert hier noch nicht dokumentiert.

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Für kleine, unbeheizte Räume

Comfee 10L

Ideal für: Kleine, unbeheizte Kellerräume

  • Frostschutz-Modus
  • einfache Bedienung, Rollen
  • 10 l/24 h (Herstellerangabe)

Haken: Kleiner 2-l-Tank, deutlich hörbar; Entfeuchtungswert noch nicht dokumentiert.

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Tipp: Wenn du dich neben Keller auch für Luftentfeuchter in Wohnräumen oder Schlafzimmer interessierst, schau dir meinen Luftentfeuchter Test an.

Die Keller-Luftentfeuchter im Einzeltest

Schon im Test wurde schnell klar: Wer die Luftfeuchtigkeit spürbar senken will, sollte Modelle ab etwa 10 l/24 h ins Auge fassen. Selbst in kleinen Räumen – wie einem Bad mit nur 4 m² – kommen Mini-Geräte kaum hinterher. Der eigentliche Zweck eines Luftentfeuchters ist schließlich, die Feuchtigkeit zuverlässig zu reduzieren und damit Schimmelbildung vorzubeugen und ein angenehmes Raumklima zu schaffen.

Comfee Luftentfeuchter – 30L/24h – Keller-Testsieger

comfee luftentfeuchter im test
comfee luftentfeuchter im test
comfee luftentfeuchter im test
comfee luftentfeuchter im test
comfee luftentfeuchter im test
comfee luftentfeuchter im test
comfee luftentfeuchter im test
comfee luftentfeuchter im test
comfee luftentfeuchter im test

✅ Vorteile

Hammer Leistung – das Modell hat richtig Power
Sehr gute Bedienung mit vielen Funktionen
Anzeige der Luftfeuchtigkeit ist sehr genau
Dauerbetrieb mit Ablaufschlauch möglich
Ideal für große Räume, Bäder oder Keller
Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für die Leistung

❌ Nachteile

Wassertank im Verhältnis zur Leistung eher klein
Sehr groß und sperrig – ein „Klotz“
Gewicht mit 18 kg hoch, aber normal für diese Leistung
Kein Tragegriff (bei dem Gewicht aber fraglich, ob nötig)

Entfeuchtungsleistung & Einsatz im Keller
Bereits in unserem Luftentfeuchter-Test für Wohnräume und Schlafzimmer überzeugte der Comfee – dort landete er direkt hinter dem OKYUK. Für den Keller sichert er sich dagegen den Testsieg, weil er mit seiner Power speziell für größere und feuchtere Räume wie Keller optimiert ist.

Bei 25 °C und rund 60 % Luftfeuchtigkeit entzieht er in einer Stunde ca. 740 ml Wasser – selbst bei kühleren 15 °C und 70 % Luftfeuchtigkeit noch 695 ml. Werte, bei denen kleinere 10–20 l-Modelle längst an ihre Grenzen stoßen. Für feuchte Keller oder große Flächen verbessert er das Raumklima schon nach kurzer Laufzeit spürbar.


Größe & Lautstärke
Mit fast 18 kg gehört der Comfee zu den schwereren Modellen – durch die Rollen bleibt er mobil, ist aber im Vergleich zu kompakten Geräten eher ein „Klotz“. Die Lautstärke liegt bei etwa 50–55 dB und ist damit für Wohn- oder Schlafräume grenzwertig, im Keller jedoch unproblematisch.


Bedienung & Funktionen
Das Hygrostat-Display misst präzise und weicht im Test nur wenige Prozent vom Referenzgerät ab. Zum Vergleich: Der Pro Breeze 20 l zeigte oft rund 10 % höhere Werte an. Die Bedienung ist einfach, mit Automatikmodus, Dauerbetrieb, Timer und Zielwertsteuerung. Für den Dauereinsatz im Keller kann ein Ablaufschlauch genutzt werden.


Pro Breeze 20l/24h (links) & Comfee 30l/24h (rechts) im Größenvergleich
Pro Breeze 20l/24h (links) & Comfee 30l/24h (rechts) im Größenvergleich

Preis-Leistung
Preislich liegt der Comfee fast auf Augenhöhe mit dem Pro Breeze 20 l, bietet jedoch mehr Power, eine genauere Anzeige und die bessere Ausstattung – klare Vorteile für größere Keller.


Fazit
Wer stark feuchte Keller oder große Räume zuverlässig entfeuchten möchte, findet im Comfee 30 l ein leistungsstarkes Kraftpaket. Er ist schwerer und lauter als kompakte Modelle, liefert dafür aber eine unschlagbare Entfeuchtungsleistung für sein Preissegment. Für den Keller und Dauerbetrieb klar unsere Empfehlung.

Er ist hörbar, aber für Wohnräume noch akzeptabel. Im Keller oder Arbeitszimmer unproblematisch, für Schlafzimmer eher zu laut.
Ja, durch den Schlauchanschluss ist ein kontinuierlicher Wasserablauf problemlos möglich.
Der Feuchtigkeitssensor misst im Geräteinneren – der Lüfter muss also dauerhaft Luft ansaugen, um präzise Werte zu liefern.
Eher nicht. Für Räume unter 30 m² ist die Leistung überdimensioniert, und das Betriebsgeräusch könnte als störend empfunden werden.
Groß genug für mehrere Stunden Dauerbetrieb. Alternativ kann der Schlauch verwendet werden, um das Wasser direkt abzuführen.
Über ein digitales Display mit Hygrostat, Timer und verschiedenen Betriebsmodi – alles sehr intuitiv und übersichtlich.

Okyuk Luftentfeuchter – 12L in 24h Entfeuchtungsleistung – für kleine Kellerräume (Testsieger für Wohnräume)

okyuk luftentfeuchter im test
okyuk luftentfeuchter im test
okyuk luftentfeuchter im test
okyuk luftentfeuchter im test
okyuk luftentfeuchter im test
okyuk luftentfeuchter im test
okyuk luftentfeuchter im test

✅ Vorteile

Nur 36 dB laut – selbst nachgemessen
Sehr hochwertige Verarbeitung, wirkt robust
Kompakt gebaut, nicht sperrig
Hammer Entfeuchtungsleistung im Alltag
Leistung bleibt stark – egal ob 26 °C oder 15 °C (nachgemessen)
Kann im Dauerbetrieb mit Ablaufschlauch laufen
Leichtes Gewicht, gut zu bewegen
Rollen machen den Transport super easy
Luftfeuchtigkeitsanzeige erstaunlich genau

❌ Nachteile

Einziger Kritikpunkt: Kein Tragebügel, seitliche Griffmulden etwas flach

Bei 25 °C und ca. 60 % Luftfeuchtigkeit entzieht das Gerät in einer Stunde rund 210 ml Wasser aus der Luft. Selbst bei 15 °C und 70 % bleibt die Leistung nahezu gleich stark – ein großer Vorteil gegenüber vielen anderen Modellen, die bei kühleren Temperaturen deutlich einbrechen.
In kleinen Kellern bis 10 m² funktioniert das Modell hervorragend und senkt die Luftfeuchtigkeit spürbar. In größeren Kellerräumen ab etwa 40 m² stößt es jedoch an seine Grenzen, da die Entfeuchtungsleistung und der 2,5‑Liter-Tank für den Dauerbetrieb nicht ausreichen.


Größe, Lautstärke & Handhabung

Mit nur 7,6 kg gehört der Entfeuchter zu den kompakteren Geräten und lässt sich dank Rollen einfach bewegen. Die Lautstärke liegt bei 36–41 dB und ist damit extrem leise – im Keller spielt dieser Vorteil allerdings kaum eine Rolle, da hier Lautstärke meist zweitrangig ist. Für Wohnräume ist er dagegen einer der leisesten im Test.


Verarbeitung & Bedienung

Das Gerät wirkt hochwertig verarbeitet und deutlich schicker als die größeren Keller-Modelle wie der Comfee 30 l/24 h. Die Anzeige der Luftfeuchtigkeit arbeitet präzise und weicht nur um ca. ±4 % von meinem geeichten Temtop-Messgerät ab. Es gibt Automatikbetrieb, einstellbare Zielwerte, Dauerbetrieb mit Schlauchanschluss und zwei Leistungsstufen.


Einsatz im Vergleich

  • Wohnräume / Schlafzimmer: Hier ist er mein klarer Favorit, da er leise, kompakt und zuverlässig ist.
  • Kleine Keller (bis 10 m²): Gut geeignet für gelegentliche Entfeuchtung nach Regen oder in feuchten Jahreszeiten.
  • Große Keller (ab 40 m²): Hier reicht die Power und vor allem das Tankvolumen nicht aus – für den Dauerbetrieb empfehle ich leistungsstärkere Modelle wie den Comfee 30 l/24 h, meinen Keller-Testsieger.

Fazit

Für kleinere Keller ist dieser Entfeuchter eine gute Wahl, wenn man Wert auf leisen Betrieb und kompakte Bauweise legt. Wer allerdings größere Kellerräume entfeuchten will oder ein Gerät für den dauerhaften Einsatz sucht, sollte direkt zu einem leistungsstärkeren Modell greifen.

Pro Breeze 20l/24h – größter Wassertank und solide Leistung

pro breeze  luftentfeuchter im test
pro breeze  luftentfeuchter im test
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pro breeze  luftentfeuchter im test
pro breeze  luftentfeuchter im test
pro breeze  luftentfeuchter im test

Der Pro Breeze Luftentfeuchter mit 20 Litern pro Tag war in meinem Test eine echte positive Überraschung. Was auf den ersten Blick wie ein typischer, weißer Haushaltsentfeuchter wirkt, entpuppt sich im Alltag als leistungsstarker Helfer gegen hohe Luftfeuchtigkeit, Schimmel und muffige Kellerräume.


Kompakt & flexibel im Keller einsetzbar

Der Entfeuchter ist kompakt gebaut und lässt sich dank Rollen und Tragegriff problemlos in verschiedene Kellerräume bewegen. Mit seinen Maßen von 25 × 39 × 66 cm passt er auch gut in schmalere Kellernischen. Besonders praktisch im Keller: Er kann auch beim Wäschetrocknen helfen und die Trocknungszeit spürbar verkürzen.


Bedienung & Funktionen

Die Bedienung ist einfach gehalten: Zielwert einstellen, einschalten, fertig. Das LED-Display zeigt die aktuelle Luftfeuchtigkeit zuverlässig an, und der Hygrostat regelt automatisch nach. Für den Dauerbetrieb im Keller kann man einen Ablaufschlauch anschließen – ideal, wenn man nicht ständig den Tank leeren möchte. Wird der große 5,5‑Liter-Tank genutzt, schaltet das Gerät automatisch ab, sobald dieser voll ist.


Leistung im Keller

Im Praxistest entzieht der Pro Breeze bei 25 °C und ca. 60 % Luftfeuchtigkeit rund 430 ml Wasser pro Stunde. Selbst bei kühleren 15 °C und ca. 70 % schafft er noch etwa 320 ml pro Stunde – für die meisten Kellergrößen absolut ausreichend. Im Vergleich zu kleineren 10‑ oder 12‑Liter-Geräten liefert er spürbar mehr Power und hält auch größere Räume dauerhaft trocken.


Lautstärke

Mit 50–55 dB ist der Pro Breeze ähnlich laut wie der Comfee 30 l/24 h. Im Schlafzimmer wäre das störend, im Keller spielt das jedoch keine Rolle – dort zählt Leistung und Tankgröße deutlich mehr.


Vergleich zu Comfee & anderen Modellen

Im direkten Vergleich mit dem Comfee 30 l hat der Pro Breeze zwar etwas weniger Power, punktet aber mit dem größten Tank im Test (5,5 l) und dem geringeren Gewicht von knapp 12 kg. Er ist leichter zu bewegen, alltagstauglicher und muss seltener entleert werden. Wer maximale Entfeuchtung für sehr große Keller braucht, greift zum Comfee, wer eine gute Balance aus Leistung, Mobilität und Tankvolumen sucht, ist mit dem Pro Breeze bestens bedient.


Fazit

Für Kellerräume bis mittlere Größe ist der Pro Breeze 20 l eine sehr gute Wahl: großer Tank, Dauerbetrieb möglich, solide Leistung auch bei kühleren Temperaturen. Die Lautstärke ist im Keller nebensächlich und das Gerät lässt sich dank Rollen flexibel platzieren. Wer noch mehr Power benötigt, etwa bei sehr großen Kellern über 40 m², findet im Comfee 30 l eine noch stärkere Alternative.

Der Wassertank fasst 5,5 Liter und lässt sich leicht entnehmen und entleeren.
Die Lautstärke ist moderat – im Wohnbereich gut nutzbar, aber direkt neben dem Bett eher nicht geeignet.
Sehr genau – Abweichungen von nur 1 % im Vergleich zu separaten Hygrometern.
Ja, mit Ablaufschlauch eignet er sich ideal für Dauerbetrieb – z. B. bei Bauarbeiten.
Ja, dank Rollen und Tragegriff lässt er sich einfach von Raum zu Raum bewegen.
Ja, allerdings reagiert dieser etwas träge – manuelle Steuerung oder Timer-Einsatz kann sinnvoller sein.

Comfee Luftentfeuchter 10L/24h,Raumgröße ca. 40m³(16m²)

comfee 12l luftentfeuchter test
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✅ Vorteile

Sehr gute Entfeuchtungsleistung
Reduziert Wäschetrocknungszeit deutlich
Einfache und intuitive Bedienung
Kompakte Größe & leicht zu transportieren
Effektiver Frost- und Überlaufschutz
Deutlich verbesserte Raumluft

❌ Nachteile

Wassertank relativ klein
Etwas laut in ruhigen Umgebungen
Keine Timerabschaltung nach fester Laufzeit

Mit einer Entfeuchtungsleistung von bis zu 10 Litern pro Tag eignet sich das Gerät hervorragend für Räume bis etwa 16 m² (ca. 40 m³). Das zeigt sich auch in der Praxis: Bereits nach 30 bis 45 Minuten war ein spürbarer Unterschied in der Luftqualität bemerkbar. Besonders im Badezimmer konnte ich die Trockenzeit meiner aufgehängten Wäsche deutlich reduzieren.

Die Bedienung ist intuitiv und simpel gehalten – ideal, wenn man einfach nur ein zuverlässiges Gerät ohne viel Schnickschnack möchte. Über das LED-Display lassen sich Luftfeuchtigkeitszielwerte zwischen 35 % und 85 % einstellen, ebenso wie ein Timer und verschiedene Modi. Ich persönlich finde die reduzierte Menüführung sehr angenehm – weniger ist manchmal mehr.

Positiv überrascht war ich auch von der Mobilität des Geräts: Rollen und ein Tragegriff machen das Verschieben kinderleicht. Ein cleveres Detail ist der Frostschutz-Modus, der sich automatisch einschaltet und das Gerät vor Schäden durch Kälte schützt – das war besonders im unbeheizten Keller wichtig.

Allerdings gibt es auch kleinere Wermutstropfen. So ist das Betriebsgeräusch deutlich hörbar, besonders in sehr ruhigen Räumen. Es ist zwar kein unangenehmer Ton – eher ein gleichmäßiges Rauschen – doch im Schlafzimmer würde ich ihn nachts nicht laufen lassen. Auch der Wassertank ist relativ klein (2 Liter), sodass er bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell voll ist und öfter geleert werden muss.

Ein weiteres Detail: Es gibt zwar eine automatische Abschaltung, wenn der Zielwert erreicht ist oder der Tank voll ist – eine einfache Timerfunktion für „x Stunden laufen und dann abschalten“ fehlt jedoch. Das wäre ein praktisches Feature gewesen.

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte bin ich mit dem Comfee Luftentfeuchter sehr zufrieden. Er liefert eine starke Leistung, ist solide verarbeitet und tut genau das, was er soll: die Raumluft zuverlässig entfeuchten. Wer ein einfaches, effektives Gerät für typische Wohnräume sucht, macht mit diesem Modell definitiv nichts falsch.

Er ist nicht flüsterleise, erzeugt aber nur ein gleichmäßiges Rauschen. In ruhigen Räumen kann das auf Dauer störend sein.
Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann der 2-Liter-Tank täglich voll werden – je nach Einsatzdauer auch öfter.
Ja, dank der Frostschutzautomatik kann das Gerät auch in kühlen Kellerräumen genutzt werden.
Ja, das Gerät schaltet sich automatisch ab, wenn der Zielwert erreicht oder der Tank voll ist.
Ja, durch Rollen und einen Tragegriff lässt sich das Gerät leicht von Raum zu Raum bewegen.
Definitiv. Viele Nutzer berichten von deutlich reduzierten Trockenzeiten beim Einsatz im Badezimmer.

KLAMER Luftentfeuchter elektrisch 20L – 180m³

✅ Vorteile

Sehr gute Entfeuchtungsleistung
Leise im Betrieb – tagsüber kaum störend
Wäsche trocknet deutlich schneller
Gute Mobilität dank Rollen und Griff
LED-Anzeige zeigt Feuchtestatus farblich an
Hohe Luftumwälzung (180 m³/h)

❌ Nachteile

Tank und Füllstandsanzeige sind hinten angebracht
Zu laut für den Betrieb im Schlafzimmer
Wasser kann nachlaufen beim Entleeren

Ein großes Plus ist die hohe Luftumwälzung von 180 m³/h, was sich auch in der schnellen Wirkung widerspiegelt. Räume sind innerhalb kurzer Zeit wieder angenehm trocken. Besonders beeindruckt war ich davon, wie effizient der Entfeuchter beim Wäschetrocknen arbeitet. Die Luftfeuchtigkeit sinkt und die Wäsche wird schneller trocken – ganz ohne unangenehm stickige Raumluft.

Das Gerät ist angenehm mobil. Mit den vier Rollen und dem praktischen Griff lässt es sich leicht bewegen. Trotz seiner Power ist der KLAMER vergleichsweise leise – ideal für tagsüber im Wohnraum. Fürs Schlafzimmer ist er im Betrieb jedoch zu laut, was viele Käufer auch bestätigen. In der Nacht sollte man ihn daher besser ausschalten.

Die Bedienung funktioniert intuitiv. Besonders gut gefällt mir die dreifarbige LED-Anzeige für den aktuellen Feuchtigkeitsstatus (Blau, Grün, Rot). Auch die Anzeige der Luftfeuchtigkeit ist erstaunlich präzise – im Vergleich mit einem externen Hygrometer lagen die Werte nur um ca. 5 % auseinander.

Ein kleiner Kritikpunkt ist die Position des Wassertanks: Dieser ist auf der Rückseite angebracht – samt Füllstandsanzeige. Das macht die Handhabung in kleinen Räumen etwas umständlich, da man das Gerät eventuell drehen muss, um den Wasserstand zu sehen oder den Tank zu entnehmen. Auch beim Entleeren sollte man darauf achten, das Gerät einige Minuten zuvor auszuschalten, da sonst Wasser nachlaufen kann.

Insgesamt ist der KLAMER Luftentfeuchter ein echtes Arbeitstier – zuverlässig, durchdacht designt und effizient. Die Verarbeitung ist hochwertig und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt absolut. Wer mit der hinteren Tankentnahme leben kann, bekommt hier ein rundum gelungenes Gerät, das seinen Job hervorragend erledigt.

Er ist relativ leise im Tagesbetrieb, aber fürs Schlafzimmer nachts zu laut – besser tagsüber oder in anderen Räumen einsetzen.
Sehr mobil. Es hat vier Rollen und einen praktischen Tragegriff, wodurch man es leicht im Raum bewegen kann.
Der Wassertank ist auf der Rückseite, was etwas unpraktisch ist. Die Füllstandsanzeige ist ebenfalls hinten.
Ja, das Gerät zeigt die Luftfeuchtigkeit mit einem dreifarbigen LED-Ring (Blau, Grün, Rot) an.
Absolut. Viele Nutzer berichten von deutlich verkürzter Trockenzeit und reduzierter Luftfeuchtigkeit beim Einsatz neben der Wäsche.
Sehr genau – die Abweichung liegt laut Nutzerberichten bei ca. 5 % im Vergleich zu separaten Hygrometern.

Newentor 20L Luftentfeuchter Elektrisch Keller 39dB

✅ Vorteile

Sehr leiser Betrieb (nur 39 dB)
Hohe Entfeuchtungsleistung (20 L/Tag)
Einfache Bedienung über Touch-Display
Inklusive Ablaufschlauch für Dauerbetrieb
Energieeffizient & mit Auto-Stopp-Funktion
10 Jahre Garantie vom Hersteller

❌ Nachteile

Tank muss bei Nichtnutzung des Schlauchs regelmäßig entleert werden
Keine Tragegriffe an der Seite (nur oben)

Das Gerät arbeitet nicht nur effizient, sondern auch extrem leise. Mit gerade einmal 39 dB im Betrieb eignet es sich sogar für empfindliche Umgebungen wie das Schlafzimmer oder Wohnzimmer.

Das Raumklima hat sich bereits nach wenigen Stunden spürbar verbessert. Besonders im Badezimmer, wo oft viel Feuchtigkeit entsteht, konnte ich eine deutliche Reduktion feststellen. Auch im Keller fühlt sich die Luft inzwischen deutlich frischer und angenehmer an. Der Entfeuchter hält die Luftfeuchtigkeit konstant auf einem niedrigen Niveau – ideal zur Schimmelprävention.

Die Bedienung ist denkbar einfach: Das Touch-Display ist übersichtlich, zeigt die aktuelle Luftfeuchtigkeit an und erlaubt eine genaue Steuerung der Zielwerte. Der mitgelieferte 1,5 m lange Ablaufschlauch ist ein echtes Komfort-Plus – so muss man den Tank nicht ständig entleeren. Wer dennoch auf den Tank setzt, findet ein ausreichend großes Volumen und eine automatische Abschaltfunktion vor, wenn der Tank voll ist.

Optisch wirkt das Gerät modern und hochwertig. Es fügt sich unauffällig in den Raum ein, nimmt wenig Platz weg und lässt sich bei Bedarf schnell umstellen. Dank der kompakten Bauweise und des durchdachten Designs eignet es sich für Räume bis zu 50 m² bzw. 150 m³.

Ein Highlight ist neben der Leistung definitiv die Energieeffizienz: Selbst bei regelmäßigem Einsatz konnte ich keine spürbare Steigerung meines Stromverbrauchs feststellen. Das Gerät arbeitet zuverlässig, effizient und ohne störende Nebengeräusche. Ein rundum gelungenes Gesamtpaket.

Besonders hervorheben möchte ich auch die 10 Jahre Garantie – ein starkes Vertrauenssignal des Herstellers. Für mich ein klarer Pluspunkt und Ausdruck von Qualität und Langlebigkeit.

Er gehört zu den leisesten Modellen auf dem Markt – mit nur 39 dB eignet er sich sogar für das Schlafzimmer.
Der Newentor schafft bis zu 20 Liter pro Tag – ideal für Räume bis ca. 50 m² oder 150 m³.
Ja, ein 1,5 m langer Ablaufschlauch ist im Lieferumfang enthalten – perfekt für den Dauerbetrieb.
Sehr effizient – viele Nutzer berichten von kaum spürbaren Auswirkungen auf die Stromrechnung.
Je nach Feuchtigkeit alle 1–2 Tage – mit Schlauchanschluss entfällt das manuelle Entleeren.
Sehr einfach! Touch-Display, automatische Abschaltung, Hygrostat und Timerfunktion machen die Bedienung unkompliziert.

So habe ich getestet

Die Messwerte auf dieser Seite stammen aus meinem Luftentfeuchter-Test: gesammelte Wassermenge in einer Stunde bei ca. 25 °C / 60 % und bei ca. 15 °C / 70 % Luftfeuchtigkeit. Die kühlere Messung entspricht typischen Kellerbedingungen.

In meinem Test kamen vor allem Modelle mit 10–30 Litern pro Tag zum Einsatz – darunter bekannte Hersteller wie Comfee, Pro Breeze, Okyuk, Colaze und Newentor. Der Fokus lag dabei auf Kellerräumen mit Feuchtigkeitsproblemen: Entscheidend waren Entfeuchtungsleistung, Dauerbetrieb, automatische Abschaltungen und ein möglichst stromsparender Betrieb.

Die Lautstärke spielte eine untergeordnete Rolle, da Keller in der Regel nicht dauerhaft bewohnt werden.

Referenz für die Luftfeuchte war ein geeichtes Temtop-Messgerät. Für den Keller zählt vor allem die Entfeuchtungsleistung bei Kälte, die Lautstärke spielt kaum eine Rolle – deshalb ist hier der Comfee 30L mein Testsieger, während im Wohnraum der leisere Okyuk 12L gewinnt.

In der Tabelle sind eigene Messwerte (G), Herstellerangaben (H) und noch nicht dokumentierte Werte (k. A.) gekennzeichnet.

Warum ist mein Keller feucht? Die häufigsten Ursachen

Feuchtigkeit im Keller kann viele Gründe haben – oft kommen sogar mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen.

Wie du die Ursache Schritt für Schritt eingrenzt und wann statt eines Geräts eine Abdichtung nötig ist, erkläre ich ausführlich im Ratgeber Keller entfeuchten: Ursachen finden und Feuchtigkeit dauerhaft loswerden.

Ein häufiger Auslöser sind bauliche Schwachstellen: Risse in den Wänden, undichte Fugen oder schlecht abgedichtete Böden lassen Wasser von außen eindringen. Gerade bei älteren Gebäuden fehlt oft eine moderne Abdichtung, sodass Regenwasser oder Erdfeuchte leicht ihren Weg ins Mauerwerk finden.

Ebenso typisch ist Kondensation. Warme, feuchte Luft aus dem Wohnbereich oder von draußen trifft auf die kühlen Kellerwände und -böden, kühlt ab und setzt sich als Wasser ab. Weil Keller in der Regel schlechter belüftet und kühler sind, passiert das hier besonders häufig – ein idealer Nährboden für Schimmel.

Auch Grundwasser kann ein Problem sein, vor allem in Regionen mit hohem Grundwasserspiegel oder nach starken Regenfällen. Dann drückt das Wasser von unten oder seitlich gegen die Wände und sorgt für dauerhafte Feuchtigkeit.

Alltagsfaktoren verschärfen das Ganze zusätzlich: Wer feuchte Wäsche im Keller trocknet oder dort Sport treibt, erhöht die Luftfeuchtigkeit spürbar. Schweiß und nasse Kleidung geben Wasser an die Luft ab – das kondensiert wiederum an den kalten Oberflächen.

Besonders tückisch ist der Sommer: Keller sind meist unbeheizt und auch im Sommer kühl. Strömt an schwülwarmen Tagen warme Außenluft hinein, kondensiert ihre Feuchtigkeit an den kalten Kellerwänden – Lüften kann dann laut Stiftung Warentest sogar schaden.

Um die Situation nachhaltig zu verbessern, muss man zuerst die Ursache kennen. Danach helfen gezielte Maßnahmen: Abdichtung von außen, bessere Belüftung, regelmäßiges Lüften – und ein Luftentfeuchter, der die überschüssige Feuchtigkeit dauerhaft auf ein gesundes Maß reduziert.

Keller richtig lüften – besonders im Sommer

Richtig lüften ist im Keller schwieriger als in der Wohnung. Die wichtigste Regel: Lüfte nur, wenn die Außenluft kühler ist als die Kellerluft – im Sommer also eher nachts oder früh morgens, nicht an schwülwarmen Nachmittagen.

Stell Regale und Schränke mit etwas Abstand zu den Außenwänden, damit die Luft dort zirkulieren kann – das rät auch Stiftung Warentest. Kontrolliere die Luftfeuchte mit einem Hygrometer. Reicht Lüften nicht aus, hält ein Luftentfeuchter mit Hygrostat die Feuchte zuverlässig unter 60 %.

Welche Luftfeuchtigkeit ist im Keller normal?

Für Wohnräume empfiehlt das Umweltbundesamt 40–60 % relative Luftfeuchte. Liegt sie über Tage dauerhaft über 60 %, steigt das Schimmelrisiko. Für den Keller ist ein Zielwert von etwa 50–60 % am Hygrostat deshalb ein guter Richtwert. Wichtig: Direkt an kalten Wänden ist die relative Luftfeuchte höher als in der Raummitte.

Es ist immer ratsam, den Wert der Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten. Entsprechende Sensoren kosten nicht mehr als ein gewöhnliches Thermometer.

 Empfehlenswert sind multifunktionale Messgeräte, die die Luftfeuchtigkeit und Temperatur zugleich anzeigen. Preislich bewegen sie sich zwischen 10-20€.

Relative und absolute Luftfeuchtigkeit

Damit im weiteren Verlauf des Artikels keine Missverständnisse entstehen: Es gibt die absolute Luftfeuchtigkeit einerseits, und die relative andererseits.

Mit der absoluten ist die Menge an Luft (meist in Gramm) gemeint, die sich in einer bestimmten Menge Luft (meist ein Kubikmeter) befindet. Angenommen in einem Raum sind 5 Gramm Wasser in jedem Kubikmeter Luft. Dann entspricht die absolute Luftfeuchtigkeit 5g/m³.

Die relative Luftfeuchtigkeit gibt an, inwieweit die Luft mit Wasser gesättigt ist. Das klingt komplizierter als es ist. Hier kommt die Erklärung:

Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte. Ist die Luft 10°C warm, kann sie maximal ca. 9,5 Gramm Wasser je m² aufnehmen. Ist sie 20° warm, sind es ca. 17,5 Gramm [ 1 ] .

Haben wir einen Kubikmeter Luft, der 10°C warm ist und 9,5 Gramm Wasser enthält, dann liegt die relative Luftfeuchtigkeit bei 100%. Mehr Wasser passt also nicht hinein. Sind nur 4,75 Gramm Wasser enthalten, also die Hälfte, liegt die relative Luftfeuchtigkeit bei 50%.

Kurz gesagt: Die relative Luftfeuchtigkeit gibt an, zu wie viel Prozent die Luft mit Wasser gesättigt ist.

Dauerbetrieb, Laufzeit & Stromkosten im Keller

Ein typischer Luftentfeuchter nimmt im Betrieb zwischen etwa 200 und 700 Watt Leistung auf – den genauen Wert nennt das Datenblatt. Entscheidender ist laut Stiftung Warentest der Verbrauch pro entzogenem Liter: Manche Geräte brauchen für dieselbe Wassermenge doppelt so lange. Rechenbeispiel: 250 Watt × 6 Stunden = 1,5 kWh am Tag, bei 40 Cent pro kWh also rund 0,60 €.

Wovon hängt der Stromverbrauch ab:

  • Leistungsaufnahme (Watt): Höhere Leistung = mehr Verbrauch, aber ggf. kürzere Laufzeit
  • Laufzeit pro Tag/Woche: Dauerbetrieb ohne Bedarf treibt die Kosten
  • Einstellung & Zielwert: Je niedriger die angestrebte Luftfeuchte, desto mehr muss das Gerät leisten
  • Raumtemperatur: In kalten Räumen arbeiten viele Geräte weniger effizient
  • Gerätetyp & Effizienzklasse: Ältere Modelle ohne Abschaltautomatik oder Hygrostat verbrauchen mehr

So wird dein Luftentfeuchter zum Stromfresser:

  • Wenn er dauerhaft läuft, obwohl das Problem baulich oder durch Lüften lösbar wäre
  • Wenn er unterdimensioniert ist und nie die gewünschte Luftfeuchte erreicht
  • Wenn Fenster oder Türen offen sind und ständig neue Feuchtigkeit einströmt
  • Wenn falsche Gerätetypen (z. B. Kondensationsgeräte im kalten Keller) eingesetzt werden

Wie lange sollte ein Luftentfeuchter im Keller laufen?

Im Keller läuft ein Entfeuchter meist länger als im Wohnraum, weil Feuchtigkeit aus Wänden und Boden nachkommt. Mit Hygrostat schaltet er ab, sobald der Zielwert erreicht ist – Stiftung Warentest rät, ihn dann einfach durchlaufen zu lassen, statt ihn ständig aus- und einzuschalten. Für den Dauerbetrieb lohnt sich ein Ablaufschlauch direkt in einen Abfluss.

Kompressor oder Granulat? Gerätetypen für den Keller

Luftentfeuchter mit Kompressor

Luftentfeuchter mit Kompressor kühlen die Luft ebenfalls ab. Nur die Methode zum Kühlen ist eine andere. Prinzipiell ist die Art und Weise der Kühlung vergleichbar mit dem des Kühlschranks. In einem Kühlschrank ist ebenfalls ein Kompressor verbaut. Den kannst Du manchmal sogar brummen hören.

Sehen wir uns mal an, wie eine Kühlung mittels Kompressor funktioniert. Es wird ein kleines bisschen technisch, dafür folgt am Ende eine praktische Zusammenfassung. Los geht’s:

Neben dem Kompressor ist das Kältemittel die entscheidende Komponente der Kühlung. Das Kältemittel kann genau wie Wasser gasförmig, fest oder flüssig sein.

Wasser gefriert bei 0 °C und siedet bei 100 °C (auf Meereshöhe), dazwischen ist es flüssig. Das Kältemittel hat dagegen einen viel niedrigeren Siedepunkt und verdampft deshalb schon bei Raumtemperatur.

Wenn eine Flüssigkeit zum Verdampfen gebracht wird, egal ob Wasser oder Kältemittel, dann nimmt sie Wärmeenergie auf. Einen Kochtopf mit Wasser musst Du ja auch auf eine heiße Herdplatte stellen, damit das Wasser verdampft.

Umgekehrt gibt der Dampf, sobald er wieder flüssig wird – also kondensiert – diese Energie wieder ab. Und da haben wir schon das ganze Prinzip:

Bringen wir das Kältemittel an einer Stelle zum Verdampfen, dann nimmt es von dort Wärmeenergie auf. Dann leiten wir das Kältemittel zu einer anderen Stelle und lassen es dort kondensieren. Dabei wird die aufgenommene Wärmeenergie wieder abgegeben.

Wir haben also die Wärme von einem zu einem anderen Ort transportiert. Dabei ist der Ort, von dem wir die Wärme weggenommen haben, kälter geworden. Logisch, oder?

Das Verdampfen des Kältemittels ist einfach. Wie gesagt: Es verdampft schon bei Raumtemperatur. Nachdem das Kältemittel an einen anderen Ort geleitet wurde, soll es kondensieren. Doch wie machen wir das? Dafür müssten wir es ja wieder kühlen?

Da kommt der Kompressor ins Spiel. Er verdichtet den Dampf, erhöht also den Druck. Unter hohem Druck steigt die Temperatur, ab der das Kältemittel kondensiert. Deshalb kann es jetzt schon bei Raumtemperatur wieder flüssig werden und gibt dabei die aufgenommene Wärme ab.

Zusammenfassung der Funktionsweise

Der Luftentfeuchter mit Kompressor kühlt die Luft, was dazu führt, dass der Wasserdampf aus der Luft an der kalten Kühlvorrichtung kondensiert.

Zur Kühlung wird ein Kältemittel verwendet, das beim Verdampfen Wärmeenergie aufnimmt und beim Kondensieren wieder abgibt. Folglich wird der Ort, an dem die Wärmeenergie aufgenommen wird, gekühlt.

Vor- und Nachteile

Luftentfeuchter, die mit einem Kompressor arbeiten, sind effizienter als Modelle mit Peltier-Element. Sie können mehr Feuchtigkeit aus der Luft ziehen. Größere Varianten werden unter anderem auf Baustellen zur Trocknung verwendet und können mehrere Liter pro Stunde aus der Luft entfernen.

Nachteilig ist die Lautstärke. Vom Gerät geht ein Brummen aus, das dem eines laufenden Kühlschranks ähnelt.

Granulat-Entfeuchter

Granulat-Entfeuchter brauchen keinen Strom, nehmen aber nur eine begrenzte Menge Wasser auf. Für kleine Abstellräume oder gelegentliche Feuchte können sie reichen – für einen dauerhaft feuchten Keller ist ein elektrisches Gerät die bessere Wahl.

Für sehr kalte, unbeheizte Keller gibt es außerdem Adsorptionstrockner, die ohne Kältekreislauf arbeiten. Solche Geräte habe ich nicht getestet.

Kaufberatung: Darauf kommt es im Keller an

Aus meinem Test leiten sich für den Keller diese Kriterien ab – die wichtigsten zuerst:

  • Leistung (Liter pro Stunde unter realen Bedingungen)
  • Leistung bei Kälte – im Keller das wichtigste Kriterium
  • Schlauchanschluss & Dauerbetrieb
  • Wassertank
  • Genauigkeit des Hygrostats
  • Frostschutz bzw. Abtauautomatik
  • Lautstärke – im Keller zweitrangig
  • Stromverbrauch (siehe Dauerbetrieb & Stromkosten)

Leistung

Wie viel Wasser das Gerät in einer gewissen Zeit sammeln kann, ist für mich der wichtigste Wert. Schließlich soll es nicht den ganzen Tag laufen, sondern in möglichst kurzer Zeit vorankommen.

Leistung bei Kälte

Die Herstellerangaben beziehen sich meist auf 30 °C und 80 % Luftfeuchtigkeit (z. B. Datenblatt Comfee MDDA-30DEN7). In meinem Test bei 15 °C / 70 % zog der Comfee 30L noch 695 statt 740 ml pro Stunde aus der Luft, der Okyuk blieb fast gleich stark. Achte im Datenblatt auf die minimale Betriebstemperatur.

Wassertank & Schlauchanschluss

Im Keller läuft ein Entfeuchter oft lange. Der 2,5-Liter-Tank des Okyuk ist bei 210 ml pro Stunde nach rund 12 Stunden voll – der Comfee 30L sammelt mit 740 ml pro Stunde ein Vielfaches. Für den Keller lohnt sich deshalb ein Gerät mit Schlauchanschluss; der Pro Breeze bietet mit 5,5 Litern zusätzlich den größten Tank.

Genauigkeit des Hygrostats

Zeigt der Hygrostat zu hohe Werte an, läuft das Gerät unnötig lange; zeigt er zu niedrige an, bleibt der Keller feuchter als gedacht. In meinem Test wichen die Anzeigen um wenige Prozent bis rund 5 % von einem geeichten Messgerät ab (Okyuk ± 4 %, Klamer ± 5 %). Kontrolliere den Wert anfangs mit einem separaten Hygrometer.

Frostschutz & Abtauautomatik

In kalten Kellern kann der Kühlkörper vereisen. Geräte mit Abtauautomatik schalten die Kühlung dann regelmäßig ab. Der Comfee 10L hat zusätzlich einen Frostschutz-Modus – im unbeheizten Keller ein echter Vorteil.

Lautstärke

Die Lautstärke ist besonders bei Modellen zu beachten, die in privaten Räumlichkeiten betrieben werden sollen. Ein ständiges Brummen stört beim Arbeiten, Entspannen – und besonders beim Schlafen. Achte daher vor dem Kauf auf die Herstellerangabe zur Lautstärke. Empfehlenswert sind Werte um die 40 dB für Wohnräume.

Im Keller ist die Lautstärke zweitrangig: Geräte mit 50–55 dB wie der Comfee 30L stören dort kaum. Liegt ein Hobby- oder Schlafraum im Keller, achte dagegen auf leise Modelle – mein leisestes Gerät, der Okyuk, lag bei 36 dB.

Zusatzfunktionen

Über welche Zusatzfunktionen der Luftentfeuchter verfügt, kann bei der Kaufentscheidung ausschlaggebend sein. Wie bereits erwähnt, sind Anzeigen zur aktuellen Temperatur und Luftfeuchtigkeit praktisch. Ein Timer oder eine Sensorsteuerung sind noch besser. Mit dem Timer kannst Du vorgeben, wie lange das Gerät laufen soll. Eine Sensorsteuerung misst dagegen selbst die Feuchtigkeit und schaltet den Entfeuchter automatisch ein und aus.

Häufige Fragen zum Luftentfeuchter im Keller

Welcher Luftentfeuchter ist der beste für den Keller?

In meinem Test der Comfee 30L: 740 ml Wasser pro Stunde bei 25 °C und noch 695 ml bei kühlen 15 °C – mit Abstand der stärkste Wert. Mit 50–55 dB ist er zwar laut, im Keller stört das aber kaum. Für kleine Keller bis etwa 10 m² reicht auch der Okyuk 12L.

Welche Luftfeuchtigkeit ist im Keller normal?

Das Umweltbundesamt empfiehlt für Wohnräume 40–60 % relative Luftfeuchte; liegt sie dauerhaft über 60 %, steigt das Schimmelrisiko. Für den Keller ist ein Hygrostat-Zielwert von etwa 50–60 % deshalb ein guter Richtwert.

Wie lange muss ein Luftentfeuchter im Keller laufen?

Mit Hygrostat so lange, bis der Zielwert erreicht ist – im Keller meist länger als im Wohnraum, weil Feuchte aus Wänden und Boden nachkommt. Stiftung Warentest rät, das Gerät durchlaufen zu lassen, statt es ständig aus- und einzuschalten.

Kann ich den Luftentfeuchter im Keller dauerhaft laufen lassen?

Ja, wenn er einen Hygrostat und einen Schlauchanschluss hat: Dann schaltet er beim Zielwert ab und das Wasser läuft direkt in einen Abfluss. Comfee 30L und Pro Breeze 20L haben beides.

Was kostet ein Luftentfeuchter im Keller an Strom?

Das hängt von Leistungsaufnahme und Laufzeit ab: Ein Gerät mit 250 Watt, das 6 Stunden am Tag läuft, verbraucht 1,5 kWh – bei 40 Cent pro kWh rund 0,60 € am Tag. Den genauen Wert für dein Gerät nennt das Datenblatt.

Granulat oder elektrisch – was ist besser für den Keller?

Granulat-Entfeuchter brauchen keinen Strom, nehmen aber nur wenig Wasser auf und eignen sich für kleine Räume oder gelegentliche Feuchte. Für einen dauerhaft feuchten Keller ist ein elektrisches Gerät die bessere Wahl.

Soll ich den Keller im Sommer lüften?

Nur, wenn die Außenluft kühler ist als die Kellerluft, etwa nachts oder früh morgens. An schwülwarmen Tagen kondensiert die Feuchtigkeit der warmen Außenluft an den kalten Kellerwänden – Lüften kann dann laut Stiftung Warentest sogar schaden.

Ist ein Luftentfeuchter im Keller sinnvoll?

Ja, wenn die Luftfeuchte regelmäßig über 60 % liegt, etwa durch Kondensation im Sommer oder Wäschetrocknen. Dringt Wasser durch Risse oder eine fehlende Abdichtung ein, behandelt er nur das Symptom – dann muss die Ursache behoben werden.

Fazit

Mein Fazit für den Keller: Für feuchte und große Keller ist der Comfee 30L mein Testsieger – er zieht auch bei 15 °C noch knapp 700 ml Wasser pro Stunde aus der Luft. Für kleine Keller bis etwa 10 m² reicht der kompakte Okyuk 12L. Genauso wichtig wie das Gerät: im Sommer richtig lüften und die Ursache der Feuchte klären.

Das Raumklima im Auge zu behalten ist grundsätzlich eine gute Sache. Wenn du eine erhöhte Luftfeuchtigkeit feststellst, dann ist der erste Anlauf das richtige Lüften.

Doch in manchen Räumen ist das nicht immer so einfach möglich. Sei es, weil es keine Fenster gibt, kein ordentlicher Durchzug entsteht oder schlichtweg zu häufig und zu viele Feuchtigkeitsspitzen entstehen (z.B. in Bad oder Küche).

Sind diese Optionen ausgeschöpft und ist trotzdem nicht die gewünschte Wirkung erzielt worden, dann hilft der Luftentfeuchter weiter. Er verbraucht zwar oft mehr Energie als Ventilatoren, doch dafür entfernt er die Feuchtigkeit effektiv.

Quellen

  1. Wikipedia: Luftfeuchtigkeit (Sättigungsmengen)
  2. Umweltbundesamt: Richtiges Lüften beugt Schimmel vor
  3. Umweltbundesamt: FAQ Absenkung der Raumtemperatur (Schimmelrisiko über 60 %)
  4. Stiftung Warentest: Luftentfeuchter – was sie leisten und was nicht (u. a. Keller im Sommer)
  5. Datenblatt Comfee MDDA-30DEN7 (Herstellerangabe bei 30 °C / 80 %)
  6. Eigene Messungen mit geeichtem Temtop-Messgerät, Juli 2025

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Maximilian Marx
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